Textfeld:  Die Wendel-Familie weltweit………
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      unserer Webseite!  
         Sie ist gerade erst am Entstehen und wird  
          ständig ergänzt. Wir sind sicher, dass Sie 
          auf großes Interesse stoßen wird, sowohl 
          bei der eigenen Sippe als auch bei der  
          großen weltweiten Familie der 
          Namensträger, und darüber hinaus. 
          Herzlichst,
          Ihr Karl-Heinz Wendel
Textfeld: 1. Der Name Wendel und seine Bedeutung
Onomastik (gr. onoma = der Name) nennt man die Wissenschaft, die sich mit der Entstehung und der Bedeutung von Namen befasst. Der Name ‚Wendel‘ wird sowohl als Vorname als auch als Nachname benutzt. Sicher ist, dass der Gebrauch von Nachnamen erst etwa im 11. und 12. Jahrhundert mehr und mehr üblich wurde. 
Die Frage nach der Bedeutung des Namens ‘Wendel‘ lässt sich nicht eindeutig beantworten. 

Nach dem Brockhaus (Duden Ausgabe 2006) entstand der Name als Familienname aus einer Kurzform von männlichen oder weiblichen Rufnamen, die mit dem Namenwort wandal gebildet sind (z.B. Wandelbert [wandal + beraht] oder Wandelgard [wandal + gart]).

Eine andere Deutung besagt, dass der Name ‚Wendel‘ deutschen Ursprungs ist und von dem mittelhochdeutschen Begriff „wendeler“ abstammt. Wendeler bezeichnet keinen Beruf, sondern einen „Wanderer“ im Sinne eines „Pilgers“.  Man kann davon ausgehen, dass die ersten Namensträger unter den Vorfahren der heutigen Wendel-Familien fromme Menschen waren, die eine oder mehrere Pilgerfahrten, vermutlich nach Rom oder gar ins Heilige Land machten.

Eine weitere Deutung führt die Namensentstehung auf den Stamm der ‚Wenden‘ zurück. Die Geschichte der Sorben und Wenden reicht bis ins 6.Jahrhundert zurück. Zur Zeit der großen Völkerwanderung verließen große Teile des slawischen Stammes ihr ursprüngliches Gebiet zwischen den Flüssen Oder und Dnepr. Sie zogen in das Gebiet zwischen Ostsee und Erzgebirge. Die etwa 20 sorbischen Stämme besiedelten ein Gebiet von circa 40 000 km². 
Der Name ‚Wenden‘ entstand im frühen Mittelalter als Folge eines Schreibfehlers römischer Beamter. In Teilen des heutigen Oberitalien lebte der nichtslawische Stamm der "Vendi" oder "Venethi". Der Schreibfehler wurde zum Sammelbegriff für ost- und südeuropäische Völker, die nicht in einem eigenem Staat lebten. Weil auch die Sorben keinen eigenen Staat hatten . entstand so der Doppelname Sorben/Wenden (aus Spreewald-Info). 

2. Verschiedene Schreibweisen
A. Schreibweisen:
Man muss davon ausgehen, dass die Überlieferung der Schreibweise des Namens nicht immer mit den gleichen Buchstaben erfolgte. Dies hängt mit den unterschiedlichen Dialekten und damit verbunden mit unterschiedlichen Lautierungen zusammen. So kennt man in unserem Falle die Schreibweisen: „Wendel“ und „Wendell“, aber auch die amerikanisierte Version wie „Wenndel“ und „Wenndell“. Es gibt auch die bavarisierte Form „Wendl“ und die im 16. u. 17 Jahrhundert übliche Form der Latinisierung wie „Wendelini“, wie sie in Hessen, vorkam. Hier gab es um z.B. 1600 in einem Dorf in der Nähe von Idstein einen evangelischen Pfarrer namens Niclas Wendelini.

B. Adelsnamen:
Es gibt durchaus auch adelige Wurzeln in der weltweiten Wendelsippe. So begegnet uns der Adelsname „de Wendel“ in Frankreich. Ein Sohn des aus Coblenz stammenden Johann Christian Wendel (Lieut. d. Cavalerie von Herzog Carl IV. von Lothringen) und seiner aus Luxenburg stammenden Gemahlin, Clara Sansfeld, wurde von Herzog Leopold von Lothringen am 17. Februar 1727 in den Adelsstand erhoben. Es handelt sich um den späteren Besitzer der Stahl und Glaswerke Hayange– bei Metz, Jean-Martin de Wendel.

3. Verteilung des Namens ‚Wendel‘ (Info aus Ancestry)
A. Deutschland:
Der Name Wendel kommt heute insgesamt 3725 Mal in 390 Landkreisen vor. Es gibt schätzungsweise 9928 Personen mit diesem Nachnamen. Dies liegt über dem Durchschnitt für alle deutschen Familiennamen. Er liegt damit an 757. Stelle der häufigsten Namen.
Die meisten Personen mit dem Familiennamen Wendel wurden in der kreisfreien Stadt Berlin, in der Pfalz und im Saarland gefunden.
B. Weltweit: (Wird noch recherchiert)

4. Herkunftsorte unserer Sippe
Die Erforschung des Weges unserer Wendel - Sippe, die sich nach dem zweiten Weltkrieg, auf Grund von Flucht und Vertreibung aus dem oberen Balkan, hauptsächlich im Raum Karlsruhe niedergelassen hat, führt uns nach BESCHKA in die Provinz Syrmien, ca. 60 km nordwestlich von Belgrad. Hier handelt es sich heute um ein etwa Zehntausend-Seelendorf an der Donau, das ab dem Jahr 1860 nach und nach von bis zu ca.  2000 Deutschen besiedelt wurde. 












Rathaus Beschka  (Foto Gordon Geissler) 

der im Jahr 1803 mit seinen Eltern nach Neusiwatz übersiedelte. Es handelt sich um seine Mutter Katharina Schenkenberger, die im Jahre 1766 in ZELLERTAL-ZELL (im heutigen Landkreis Kirchheim - Bolanden) geboren wurde, sowie um seinen Vater, der wie gesagt ebenfalls Jakob hieß. Dessen Geburtsort und Datum konnte jedoch noch nicht ausfindig gemacht werden. 
Ein im landeskirchlichen Archiv in Speyer aufgefundenes Dokument enthält einen Eintrag 











							      







Die Ortschaft Rüssingen ist als Herkunftsort für Jakob Wendel sehr wahrscheinlich, weil es sich zum einen regelrecht um ein richtiges Wendel-Nest handelt. Zum anderen kommen sämtliche Vornamen, die in unserer Sippe bekannt sind, wie Jakob, Phillip, Gottfried, Friedrich und Heinrich, bei den Wendel-Familien in Rüssingen in allen Generationen immer wieder vor. Der dritte Hinweis ist die Tradition des Weinbaus die einem in Verbindung mit der Familiengeschichte geradezu in die Augen springt. Es bleibt spannend ob weitere Forschungsergebnisse, die Vermutung erhärten.

5. Interessante Querverbindung nach Bockenheim
Was die berufliche Tradition des Winzers oder des ‚Weingärtners‘ - wie man in Beschka zu sagen      pflegte – anbetrifft, so hat es im Jahr 2005 bei einer Pfalzrundfahrt eine Begegnung auf                       dem Weingut Wendel in Bockenheim (ca. 10 km von Zellertal-Zell entfernt) gegeben. 


































Weinlese im Weinberg von Phillip Wendel in Beschka 1942           Im Weinberg von Heidrun u. Rüdiger Wendel in Bockenheim


6. Auswanderung und Kolonistendasein
Bereits unter der Kaiserin Maria Theresia wurden durch ein kaiserliches Ansiedlungspatent Kolonisten zur Besiedelung und Kultivierung des Gebietes entlang der Donau im Österreich-  Ungarischen Kaiserreich angeworben, das durch die Türkenherrschaft verwahrlost und heruntergekommen war.  Insgesamt gab es drei sog. „große Schwabenzüge“. Es handelt sich hier nicht um Menschen schwäbischer Abstammung, wie irrtümlich angenommen werden könnte, sondern um Kolonisten aus den unterschiedlichsten Volksgruppen und Dialekten. Während die ersten beiden durch Kaiserin Maria Theresia initiiert wurde und sich die Anwerbung ausschließlich an Katholiken wandte, erfolgte der dritte Schwabenzug, ausgelöst durch das kaiserliche Ansiedlungspatent ihres Sohnes, Kaiser Joseph II. Die Anwerbung erfolgte bereits im Frühjahr 1783. Es wurden sowohl Katholiken, vor allem aber Protestanten lutherischen und reformierten Bekenntnisses angeworben. 
Das in Wien erlassene Kaiserliche Ansiedlungspatent vom 28. 09. 1782 besagte unter anderem: 1. Gewissens– und Religionsfreiheit sowie die Versorgung mit Pfarrern und Lehrern. 2. Ein je nach Familiengröße angemessenes Haus nach Landesart (lehmgestampft). 3. Ackergrund und Wiesen sowie Vieh u. Gerätschaft. 4. Professionisten u. Tagewerker bekamen die zur Ausübung ihrer Arbeit notwendigen Arbeitsgeräte. 5. Der Älteste Sohn blieb vom Militärdienst verschont. 6. Von Wien aus freier Transport bis zum Siedlungsgebiet. 7. Medizinische Versorgung vor Ort. 8. Vom Tage der Ansiedelung an Zehn Jahre lang Steuer- und Abgabenfreiheit. 
Viele im „Reich“ lebende Bürger litten unter Hunger, Not und Armut. Es gab jedoch auch Wohlhabendere,  denen der Aufruf ganz neu anzufangen ebenfalls gelegen kam. 

(Exkurs zu „das Reich“, erklärt von Eimann im § 5 „Der dt. Kolonist“: Mit Reich ist nicht etwa Ganz Deutschland oder das vormalige deutsche Reich gemeint, sondern es beschränkt sich bloß auf die Gegenden der Obern-Donau, des Mittel-Rheines, des Mayns, Neckers, der Mosel und der Lahn...Die fürnehmsten Städte sind : Frankfurt, Cassel, Darmstadt, Heidelberg, Kaiserslautern, Koblenz, Kreuznach, Mannheim, Maynz, Speyer, Stuttgart, Trier, Ulm, Wetzlar, Worms, Würzburg, Zweybrücken. Daher kömmt es auch, daß die Menschen, so aus dieser Gegend her stammen, mit dem Namen Reichsglieder benennet werden, welches besonders in den Oesterreichischen Staaten und bey der Armee stark in Gebrauch ist. —  Die nach dem 2. Weltkrieg nach Deutschland zurückgekehrten Flüchtlinge wurden häufig „Reichsdeutsche“ genannt, was auf diesem Hintergrund zu verstehen ist.)

Die Kolonisten siedelten in der Hauptsache  im Königreich Ungarn im sog. Batscher Komitat in den Jahren 1783 bis 1787.  Die Ansiedlung begann 1784 in Torschau, 1785 in den Dörfern Neu-Werbass und Tscherwenka und 1786 in Neusiwatz. 
























Der aus Duchroth stammende Lehrer, Johann Eimann, der anfänglich in einem Haus in Neu- Werbass untergebracht war, muss heute mit Fug und Recht, trotz seines damals jugendlichen Alters von 21 Jahren, ein großer Pfälzer Sohn genannt werden. Er hat die Ansiedlungen maßgeblich organisatorisch geleitet und begleitet. In dem 1822 erschienenen Buch „Der deutsche Kolonist“ beschreibt er ausführlich und eindrücklich die Phase der Ansiedelungen. Die Menschen waren voller Tatendrang. 
In der arbeitsreichen Zeit des Sommers konnte man das Heimweh leichter vergessen. Doch besonders stark war es bei ihm im Winter, als die Bauarbeiten stockten. Eines Tages als seine Gedanken wieder in die Pfalz zurückschlichen, setzte er sich nieder und zeichnete in sein Reisebüchlein den Grundriss seines teuren Geburtsortes Duchroth. Wie stark und präsent dieser in seiner Erinnerung war, lässt sich daran erkennen, dass die Skizze eine verblüffende Genauigkeit hatte.
Die meisten Siedler hatten in jener Anfangszeit unsägliches Heimweh. Sie hatten die alte Pfälzer Heimat aufgegeben und mussten mit den Gefühlen der „Heimatuntreue“ fertig werden. Sie empfanden bittere Reue, ihr Gewissen bäumte sich auf. Eimann stand in dieser schicksalsschweren Zeit mit warm und mitfühlendem Herzen unter den Siedlern und spendete ihnen Mut und Kraft. Er erleichterte ihnen das Einleben in der neuen Heimat die sie mit ihrem Herzblut bezahlten. (Auszug aus dem Anhang „Der dt. Kolonist“).

Unter den Siedlern befanden sich auch Angehörige der Wendel - Sippe, die damals von NEUSIWATZ nach Beschka übersiedelten, wie z.B. die Weinbauern Großvater Phillip Wendel mit Familie und Urgroßvater Phillip Wendel mit Familie. 

Geht man vom Urgroßvater Phillip Wendel noch weitere drei Generationen zurück so stößt man in jeder Generation auf den Vornamenamen Jakob.

Auf sicherem historischen Boden befindet sich die Familienforschung noch bei den Eltern des im Oktober des Jahres 1801 in TORSCHAU (heutiges Sabino Selo) geborenen Jakob Wendel,

des damaligen Pfarrers, Johann Wolfgang Wernhard Kirchoffer, aus dem hervorgeht, dass das Kirchenbuch mit den Einträgen der Kasualien vor dem Jahr 1782  so unbrauchbar geworden ist, dass es im „Almosenkasten“ aufbewahrt wird. Leider ist weder der Almosenkasten noch das erwähnte Kirchenbuch im Besitz des Archivs. Verschiedene Indizien sprechen jedoch dafür dass Jakob Wendel vermutlich aus dem nur ca. 4 Kilometer entfernten Rüssingen stammt.  Eine  Entfernung,   die man angesichts der damaligen Verkehrsverhältnisse auch ohne weiteres zu Fuß zurück legen konnte um sein „Mädel“ zu besuchen.

Dabei wurde in Erfahrung gebracht, dass die Familienwurzeln ebenfalls nach Rüssingen führen, und die bereits erwähnten, bekannten Vornamen in der Familiengeschichte überliefert sind.

Ob es tatsächlich gemeinsame Vorfahren gegeben hat ist noch nicht nachgewiesen. Die Spannung auf weitere Erkenntnisse und Fortschritte in der Familienforschung ist damit gestiegen.

Völlig unabhängig davon wie die künftigen Ergebnisse aussehen werden, wurde in Zusammenarbeit mit dem Weingut Wendel ein Weinetikett mit dem Familienwappen unserer Sippe kreiert.  Es trägt das Motto: „gaudeamus - ergo bibamus“, das bedeutet: „Wir freuen uns, deshalb trinken wir.“ Dies dürfte nicht uninteressant für unsere Wendelsippe sein.    Man kann also jetzt als WENDELWEIN mit unserem Familienwappen, sowohl Weißwein (Grauburgunder), als auch  Rotwein (Dornfelder) bestellen und genießen.

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